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Eine Zeitung braucht man nicht mehr! Ähm, ich schon...

Mal ehrlich - Wer von Euch liest heute noch Tageszeitungen? Alles ist schnell und quasi sofort auf News-Apps zu lesen. Bestens informiert mit BlendleFlipboardGoogle News und Co.

 

Nicht zuletzt, seitdem ich Vater wurde, empfand ich es - neben dem eigenen Interesse an Informationen und Neuigkeiten - auch in meiner Rolle als Modell für meine zwei Söhne als wichtig, halbwegs gebildet zu sein und es vorzuleben, dass der Konsum von Nachrichten nicht immer Fast Food sein muss. 

Auf der anderen Seite sind ePaper und Apps einfach maximal bequem. Zudem bin ich motorisch derart limitiert, dass das Aus- und Umfalten einer Zeitung für mich und  (z.B.) für Zuggäste um mich herum körperliche Schäden zur Folge haben kann. Mein absoluter Endgegner ist die Wochenzeitung Die Zeit in Print. Für mich unmöglich in der Öffentlichkeit zu lesen. Ich bin deshalb schon länger auf die ePaper-Variante umgestiegen. Aber dazu weiter unten im Text mehr...

 

OK! OK! Dazu kommt, dass ich das Bild des zeitungslesenden Papas am Frühstückstisch auch eine gewisse Romantik abringen kann.

Da hat´s mich interessiert, wie meine Social Media Community darüber denkt. Das ist, mal nebenbei erwähnt, etwas womit ich stets gute Erfahrungen gemacht habe. Ich sende eine ernsthaft gemeinte (An)Frage in die Community und bekomme bislang immer gehaltvolle, engagierte und lebendige Resonanz raus. 

 

Ich habe also  Facebook gefragt, was die so über mein Zeitungs-Dilemma denken?

Das sagt Facebook dazu...

Was hat also die Nachricht für einen Sinn, die schon veraltet ist, kurz nachdem sie gedruckt wurde? Hat sie dann überhaupt noch einen Sinn? Ich bin fest davon überzeugt, dass der Gedanke darüber, mehr noch, das sie bewusst machen durchaus einen Sinn hat.


"Wir werden vom Jäger nach Informationen, zum Gejagten von Informationen." (Prof. Dr. Fabian Hemmert)


Anders formuliert kann ich für mich auch sagen, ich habe gar nicht mehr den Anspruch, direkt und unmittelbar "alles" Neue zu erfahren, was in der Welt so passiert. Ich hetze einer Nachricht nicht hinterher. Ein in journalistischer Weise aufgearbeitete Informationen, die ich dann in Form eines Artikel konsumieren, wird nicht weniger relevant, wenn ich sie statt um 7 Uhr, erst um 17 Uhr lese.

 

Diese Erkenntnis hatte für mich auf jeden Fall etwas Erleichterndes.

Support your Local Newspaper!

Da ich berufsbedingt viel und häufig Bildschirme vor der Nase hatte, bin ich vor einiger Zeit dazu übergangen mir analoge Inseln zu bauen. Meinen eBook Reader habe ich verkauft und bin zum Bücherlesen in Printform zurückgekehrt.  Warum? Weil es für mich etwas anderes ist, einen Bildschirm zu betrachten, oder eine Sache umzublättern. Mir hat schlicht das haptische Erleben gefehlt. Ein wundervoller Side-Effect war, dass ich mir Zeit genommen haben / Zeit nehmen musste, oder vielmehr durfte, wieder einmal durch eine Buchhandlung zu schlendern. Für mich ein absolut entspannendes und wohltuendes Momentum. 

 

Ich habe mich vor diesem Hintergrund bewusst für eine regionale Tageszeitung im Printformat entschlossen. Warum? Die ganze Welt vernetzt sich digital. Viel zu oft bleibt dabei für mich auf der Strecke, was nebenan oder ein Ort weiter geschieht. Dabei ist es mir auch gar nicht so wichtig, dass ich die Zeitung morgens durch habe, bevor ich mich an den Schreibtisch setze. Im Gegenteil, ich genieße es abends, wenn dann die Kinder schlafen, durch die Zeitung zu blättern und mir ausgewählte Artikel national und international, sowohl nahezu alle Artikel lokal durchzulesen.

Wie kommt der Ben jetzt an seine News?

Insgesamt fahre ich nun viergleisig. Hört sich vielleicht erstmal stressig an, ist es aber ganz und gar nicht.

General-Anzeiger Bonn in Print. 

Der kommt jetzt im Abo jeden Morgen auf den Frühstückstisch geflattert. Ganz old school in Papierform. Mein großer Sohn J. mag die Bildchen (besonders im Sportteil). Meine Frau und ich können bei einem Medium prima teilen.

Blendle auf dem iPad.

Der Dient Blendle ist echt genial. Du hast quasi eine Presseschau aus verschiedenen Zeitschriften und  Zeitungen, aus denen du die Artikel ziehen kannst, die dich interessieren.  Ich bin da jetzt noch nicht "überrascht" worden, weil ich eher nach meinem inneren Algorithmus suche, aber ich habe echt nochmal einen anderen Input bekommen, ohne mir direkt das ganze Heft / Zeitung kaufen zu müssen. Ich zahle bei Blendle nur für die Artikel, die ich tatsächlich lese.

News to go.

Bin ich unterwegs ist die Tagesschau App, aber vor allem der Deutschlandfunk, als Radiosender / Podcast / App eigentlich immer dabei. Hier kriege ich, ohne in die Tiefe gehen zu müssen, einen ganz guten allgemeinen Überblick.

Was fürs Wochenende.

Wie ganz am Anfang schon angedeutet, habe ich Die Zeit im ePaper Abo. Ich genieße Die Zeit auf langen Zugfahrten oder auch am Wochenende, während die Jungs im Hintergrund spielen. Hier picke ich  mir die Artikel raus, zu denen ich mehr in die Tiefe gehen möchte. Dabei kommen auch immer wieder "Überraschungseier" raus, also Nachrichten, die ich vorher gar nicht so auf dem Schirm hatte.

Versteht diesen Beitrag hier nicht falsch. Ihr macht das bitte sowieso genau so, wie ihr Informationen und Nachrichten konsumieren wollt. Mich bewegt der Gedanke, dass allgemeine Nachrichtenbildung ein hohes Gut ist. Ich finde, da darf man sich auch mal Gedanken zu machen. Sollte man sogar. Erst Recht, wenn wir Studien lesen, in den Jugendliche Werbung nicht mehr von Nachrichten trennen können. In Zeiten, in denn YouTuber und Instagram-Models Produktwerbung betreiben und uns das als persönlichen Informationsaustausch verkaufen wollen.

Wie gehts Euch mit den Themen Nachrichten, Informationserlangung und die Überflutung von minütlichen News? Schreibt mir das gerne. Auch interessiert es mich, wie ihr das mit der Tageszeitung so handhabt. Ich freue mich auf Euer Feedback hier.

Benjamin Wockenfuß

Social Media Manager | Suchttherapeut

  

c/o Coworking Bonn

Sebastianstraße 38, 53115 Bonn

 

(+49) 1573 359 1234

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