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Gastbeitrag: Ich bin dann mal offline. Auch der Suche nach der digitalen Ruhe.

Ich bin dann mal 10 Tage offline … ohne Handy, Notebook und fernab von jeglicher Kommunikation und Ablenkung … etwas komplett Neues für mich.

Kurz zu meiner Person – ich bin Daniela Schwarz. Teamleiterin in einem IT-Unternehmen, Coach und Yoga-Lehrerin & liebe es zu kommunizieren – ach ja und werde bald Mama. J

Zu Beginn dieses Jahres habe ich meine Tasche bereits für einen Monat Indien gepackt, um noch eine weitere Yoga-Ausbildung zu machen. 300h Yoga Lehrerausbildung in einem Monat. Dies bedeutete eine straffe Tagesplanung von morgens 5h bis ca. 21h abends. Als ich einen Monat in Indien war, war mein Partner zur gleichen Zeit einen Monat offline in Deutschland – meditieren. Einen ganzen Monat konnte ich ihm weder mitteilen, wie es mir gerade geht, noch was ich gerade wundervolles erlebt habe. Für mich schon zu dieser Zeit undenkbar und auch ein wenig schwer zu akzeptieren.

Als er mich dann im April vom Flughafen abgeholte … hatte er eine wundervolle Energie und innere Ruhe – er war komplett bei sich.

Schon zu diesem Zeitpunkt kamen bei mir die ersten Gedanken hoch, dass ich dies auch mal ausprobieren möchte.

Als ich dann schwanger wurde, stand meine Entscheidung fest … ich werde diese Meditationsform testen. Denn wenn unser Sohn erst mal auf der Welt ist werde ich die erste Zeit sehr wahrscheinlich nicht die Möglichkeit für solch ein Experiment haben. Gesagt, getan. Kurze Zeit später bekam ich die Zusage für einen Platz in dem Meditationszentrum in Triebel .Was mich dort genau erwarten würde – keine Ahnung! Bis Oktober war es noch eine ganze Weile und durch unseren bevorstehenden Umzug auch zweitrangig.

10 Tage Schweigen. Ohne Kontakt zur Außenwelt.

Anfang Oktober sind wir dann umgezogen und schon das Wochenende darauf habe ich meinen Koffer für mein Experiment gepackt. Natürlich hatte ich mein geliebtes Notebook und Handy dabei, um noch auf der Fahrt das eine oder andere zu erledigen.

Alles offline hier…

Als wir im Meditationszentrum angekommen sind ging alles plötzlich ganz schnell … Anmeldung: Frauen rechts und Männer links … ich setzte mich und die nette Frau am Schreibtisch fragte mich … hast du ein Handy, Notebook, Bücher oder Notizblock dabei? Wahrheitsgetreu antwortete ich ja und schon durfte ich alles abgeben. Auf einmal war alles weg und dabei wollte ich doch noch kurz das eine oder andere Foto machen, meinen Freunden schicken, schreiben, dass ich gut angekommen… nichts ging mehr. Ich bekam einen Zettel in die Hand, auf dem alles wichtige für die nächsten 10 Tage geschrieben stand.

Also schnappte ich mir meinen Koffer und brachte ihn in mein Zimmer, welches ich für die nächsten 10 Tage beziehen durfte. Da war ich nun alleine und in völliger Ruhe. Um mir nicht zu viele Gedanken zu machen ging ich schnell wieder hoch zu meinem Partner. Wir holten die restlichen Dinge aus dem Auto und gingen noch eine Runde spazieren.

Dann verabschiedeten wir uns … er ging auf die Männerseite und ich auf die Frauenseite rüber … Abendessen und im Anschluss die Einführungsveranstaltung in der großen Meditationshalle – ab diesem Zeitpunkt war Schweigen angesagt.

Als ich dann gegen 21h in mein Zimmer ging, huschte ich noch schnell unter die Dusche um dann schnell einzuschlafen … denn um 4h wurden wir wieder geweckt.

Am nächsten Morgen war ich gefühlt um 3h wach, denn ohne Handywecker hatte ich die Befürchtung zu verschlafen und das wollte ich nicht gleich am ersten Tag … ich hätte mir einen Funkwecker geben lassen können, doch das wollte ich dann auch nicht.

Mein Tag beginnt. Um 4 Uhr…

Total müde ging ich in die Meditationshalle, um mich dort in einer Decke eingewickelt auf meinen Platz zu setzen und meine komplette Aufmerksamkeit auf meine Atmung zu richten. Zu spüren, wie die Luft in meinen Körper einströmt und wieder ausströmt. Dabei konnte ich recht schnell feststellen, dass meine Gedanken immer wieder umherwanderten. Es war sehr schwer für mich mich auf eine Sache zu konzentrieren und das für einen längeren Zeitraum. Doch Stück für Stück behielt ich die Oberhand und meine Gedankensprünge wurden von mal zu mal weniger.

Ein unbeschreiblich wundervolles Gefühl. Ich erlangte von Tag zu Tag mehr Energie und vor allem mehr Klarheit. Klarheit darüber, was ich in meinem Leben machen möchte. Ich kann sogar sagen, dass ich durch die Stille und durch fehlende äußere Ablenkungen mehr bei mir angekommen bin.

Ich konnte meine Erfahrungen, Ideen und Eindrücke nicht wie sonst mit meinem Partner, meiner besten Freundin oder sonst jemanden Teilen … diesmal hatten sie die Möglichkeit zu Reifen und an Stärke zu gewinnen.

Ich bin ein sehr kreativer Mensch, der sehr viele Ideen hat … doch nicht alle schaffen es auch umgesetzt zu werden. Durch diese Ruhe und Stille bekamen meine Ideen auf einmal eine ganz besondere Kraft und konnten ohne jegliche Beeinflussung von außen Reifen. Was für mich ein wundervolles neues Gefühl war und mir Kraft und Energie zugleich schenkte.

Wir sollten uns auch während dieser 10 Tage nichts notieren … dies fiel mir anfangs zugegeben ein wenig schwer, denn ich hatte doch so viele schöne und wundervolle Ideen … doch im Nachhinein kann ich sagen, es ist gut so. So konnten nur die besten Ideen bestehen bleiben.

Mein Fazit ...

Eine wundervolle Erfahrung, die ich jedem raten kann. Probiert es einfach aus und spürt selber, was es mit euch macht.

 

Ich habe die Meditationsform in mein tägliches Leben übernommen. Seit unserer Rückkehr meditiere ich somit täglich. Ich bin achtsamer, ausgeruhter, kann mich besser konzentrieren und kann noch besser auf meine körpereigenen Signale hören.

 

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und habe die Stille sehr genossen.

 

Meine nächsten Projekte: meinen Podcast für erfolgreiche Geschäfts-Mamas Ende Dezember starten, dann Anfang nächsten Jahres selbst Mama werden und Mitte 2018 die Veröffentlichung meines ersten Buchs.

 

(Dieser Artikel des Autors erschien zuerst auf digikids.online).

Benjamin Wockenfuß

Social Media Manager | Suchttherapeut

  

c/o Coworking Bonn

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(+49) 1573 359 1234

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